Astaxanthin

Das Carotinoid Astaxanthin hat eine umfassende gesundheitsfördernde Wirkung, mit dem freie Radikale sehr gut bekämpft werden können. Zudem schützt er die Haut vor UV-Strahlen und ist eine wahre Wohltat für die Augen. Des Weiteren wirkt Astaxanthin positiv auf unser Gehirn und schützt es vor Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz. Es steigert die sportliche Leistung, verbessert die Qualität der Spermien und bietet den Körperzellen einen Schutz vor Entartung.

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Was ist Astaxanthin

Grundsätzlich kann man bei Astaxanthin zwischen industriell gefertigten bzw. natürlichen Produkten unterscheiden. Der natürliche Wirkstoff ist in Plankton und Grünalgen enthalten, darüber hinaus wird er auch von einigen Pilzen, Bakterien und Pflanzen produziert. Werden die Träger von Tieren gefressen, so erhalten diese dadurch eine rötliche Färbung. Dementsprechend ist der Wirkstoff auch in Lachsen, Schalentieren bzw. Krebsen zu finden.

Das industriell produzierte Astaxanthin gewinnt man hingegen aus der Süßwasseralge Haematocuccus pluvialis. Diese Alge ist vorwiegend in Israel bzw. auf Hawaii beheimatet. Manchmal verwendet man den Wirkstoff auch, um Zuchtlachse rot zu färben, allerdings ist das industriell hergestellte Astaxanthin für den Verzehr meist nicht zugelassen, sodass hier Vorsicht geboten ist.

Chemisch gesehen zählt der Wirkstoff zu den sogenannten Carotinoiden, eine Farbstoffklasse, die Licht eines bestimmten Spektrums absorbiert und dadurch eine gelbliche bzw. rötliche Färbung erlangt. Carotinoide können in unterschiedliche Untergruppierungen unterteilt werden, dazu zählt zum Beispiel die Untergruppe Xantophylle, zu der auch Asthaxanthin gehört.

Die Wirkung von Asthaxanthin

Asthaxanthin verfügt über antioxidative Eigenschaften. Der menschliche Körper kann es zwar nicht zu Vitamin A umwandeln, es kann aber dennoch Zellschäden, die aufgrund von reaktiven Sauerstoffteilchen bzw. aufgrund von UV-Licht entstehen, entgegenwirken. Dieser sogenannte „oxidative Stress“ ist auch verantwortlich für eine vorzeitige Alterung der Zellen, sodass Astaxanthin auch einen Anti-Aging-Effekt hat.

Laut einigen Studien kann der Wirkstoff sogar schwere Zellschäden, die Krebserkrankungen auslösen können, reduzieren. Durch Astaxanthin wird die Freisetzung von Entzündungsbotenstoffen verhindert und es kann daher auch zur Therapie von Immunsystem-Problemen bzw. von entzündlichen Erkrankungen eingesetzt werden. Präparate, in denen Astaxanthin enthalten ist, haben eine ähnliche Wirkung wie Antiallergene bzw. Cortison, nur in einer abgeschwächteren Form. Daher können Asthmatiker von dieser Wirkung bestens profitieren.

Des Weiteren kann Astaxanthin auch vorbeugend gegen UV-Schädigungen am Auge eingesetzt werden, es wirkt außerdem gegen freie Radikale und sorgt dafür, dass sich die Muskeln nach Beanspruchung schneller regenerieren bzw. dass sich die Spermien-Qualität verbessert.

Da Astaxanthin schlecht wasserlöslich ist, sollte man den Wirkstoff immer gemeinsam mit einem Fett oder einem Öl einnehmen. Der Transport des Wirkstoffes erfolgt über das Blut, verstoffwechselt wird Astaxanthin dann mithilfe unterschiedlicher Enzyme in der Leber. Die dabei entstandenen Abbauprodukte scheidet man dann über Galle und Darm aus.

Was versteht man unter freien Radikalen?

Als freie Radikale werden hoch reaktive Verbindungen bezeichnet, die unser Körper ständig bildet. Man findet sie beispielsweise in ultraviolettem Sonnenlicht, in Zigarettenrauch, in verschmutzter Luft oder auch in ranzigem Fett. Probleme treten allerdings nur dann auf, wenn man über keine Antioxidantien verfügt, mit deren Hilfe diese Moleküle bekämpft werden können. Antioxidantien können freie Radikale entschärfen, bevor diese die Zell-DNA, Fette oder Proteine schädigen. Diese Schädigungen führen zu einer Begünstigung von Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, Herzkrankheiten oder Krebs. Daher ist eine Zufuhr von Antioxidantien wichtig, damit die Körperzellen geschützt werden können. Astaxanthin ist ein sehr starker Radikalfänger. Der Wirkstoff kann die Energie, die freie Radikale abgeben, aufnehmen, wodurch es zu einer Zersetzung von Carotinoid kommt. Gleichzeitig wird aber auch eine Schädigung der umgebenden Zellen verhindert.

Durch freie Radikale werden die Körperzellen geschädigt, da den körpereigenen Molekülen durch sie ein Elektron entrissen wird. Aus diesem Molekül wird dann ebenfalls ein freies Radikal, was eine Kettenreaktion auslöst. Mithilfe von Astaxanthin können freie Radikale neutralisiert und diese Kettenreaktion wieder unterbrochen werden.

Mit dem Alter steigen Schädigungen durch freie Radikale an, deshalb wird auch die Antioxidantien-Zufuhr immer wichtiger. Astaxanthin ist ein sehr guter Zellschutz, da der Wirkstoff über eine langkettige Struktur verfügt und vor oxidativem Stress schützt.

Freie Radikale können durch Astaxanthin sowohl in der fettliebenden als auch in der wasserliebenden Zone neutralisiert werden. Darin unterscheidet sich der Wirkstoff von anderen Antioxidantien, die nur auf der Außen- oder auf der Innenseite der Zellmembran eine Wirkung zeigen.

Astaxanthin verfügt zudem über einen sehr hohen ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbance Capacity), der die antioxidative Wirkung gegen Singulett-Sauerstoff, Superoxid-Radikale, Peroxynitrit-Radikale, Hydroxyl-Radikale bzw. Peroxyl-Radikale misst.

Bei welchen Beschwerden kann der Wirkstoff Astaxanthin eingesetzt werden?

Astaxanthin eignet sich für sehr viele Anwendungsbereiche und kann bei Diabetes, bei Arthrose, zum Anti-Aging, zur Steigerung der Leistung, bei Entzündungen, bei Problemen mit den Augen, bei Erkrankungen des Magens, als Sonnenschutz oder auch zur Entgiftung unterstützend verwendet werden.

Der Wirkstoff ist ein Naturprodukt, hat allerdings keine Zulassung für konkrete medizinische Einsätze. Sehr häufig wird Astaxanthin daher als Nahrungsergänzungsmittel unterstützend verabreicht. Für eine längerfristige Einnahme bzw. bei schweren Erkrankungen sollte jedoch vorher mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Erfahrungen zeigen, dass bereits 4 mg Astaxanthin ausreichen, um die Lebensqualität bzw. das Allgemeinbefinden zu verbessern. In dieser Dosis wird das Immunsystem gesteigert und der Wirkstoff sorgt für einen kräftigeren Haarwuchs und glattere Haut. Bei Hautproblemen reicht eine Dosis von 4 mg pro Tag, wer Astaxanthin allerdings zur Akne-Behandlung verwenden möchte, sollte täglich 12 mg einnehmen.

Durch UV-Strahlen wird im Körper die Anzahl an freien Radikalne erhöht. Diese können Hautzellen zerstören, wodurch Falten gebildet werden. Zudem wirkt die Haut dann trocken und fahl. Mithilfe von Astaxanthin können freie Radikale gebunden und der Alterungsprozess der Haut verlangsamt werden. Außerdem wird die Haut durch den Wirkstoff generell widerstandsfähiger gegen UV-Strahlen und man kann dadurch auch einem Sonnenbrand vorbeugen. Allerdings sollte man trotzdem nicht auf einen Sonnenschutz verzichten.

Des Weiteren sorgt Astaxanthin auch dafür, dass der Sehnerv besser durchblutet wird, wodurch man dem Grünen bzw. dem Grauen Star vorbeugen kann. Außerdem kann eine Augenentzündung ebenfalls mit dem Wirkstoff gelindert werden.

Freie Radikale werden im Rahmen einer Detox- oder Entgiftungskur über die Leber ausgeschieden. Wer die Leber entlasten möchte, kann daher ebenfalls zu Astaxanthin greifen und den Wirkstoff dann in höherer Dosis einnehmen.

Oxidativer Stress führt oft zu Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Erbrechen oder Aufstoßen. Menschen, die häufig Bauchschmerzen haben, haben wahrscheinlich auch ein Problem mit freien Radikalen, die man mithilfe von Astaxanthin einfangen kann.

Bei Personen, die an Typ2-Diabetes leiden, werden die insulinausschüttenden Bauchspeicheldrüsen-Zellen aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels unter oxidativen Stress gesetzt. Dieser Stress kann zu Nierenfunktionsstörungen bzw. zur Zellschädigung führen. Eine Studie, die man an Mäusen durchführte, hat gezeigt, dass die schädlichen Prozesse durch Astaxanthin vermindert werden können. Bei Diabetes empfiehlt sich eine Dosis von zweimal 4mg pro Tag.

Auf das Herz-Kreislauf-System hat Astaxanthin unterschiedliche Wirkungen. Je nach Höhe der Dosis kann der Blutdruck gesenkt werden, da sich die Gefäße erweitern. Veränderungen, die am Herzen auftreten und zu unterschiedlichen Erkrankungen bzw. Bluthochdruck führen, können sich mithilfe von Astaxanthin verlangsamen. Dadurch wird auch eine Einschränkung der Herzfunktion reduziert. Darüber hinaus bilden sich in den Gefäßen weniger Ablagerungen und bestehende Ablagerungen können stabilisiert werden. Damit kann man der Blutgerinnselbildung, durch die Gefäße verstopft werden können, vorbeugen. Des Weiteren wird das Risiko eines Herzinfarkts bzw. eines Schlaganfalls reduziert. Wer sein Herz-Kreislauf-System unterstützen möchte, sollte pro Tag 12 mg Astaxanthin aufnehmen.

Unser Gehirn ist ebenfalls sehr anfällig für oxidativen Stress. Gleichzeitig werden im Gehirn unzählige freie Radikale gebildet, die unser körpereigenes Schutzsystem nur wenig effektiv bekämpfen kann. Sind Nervenzellen aber einmal beschädigt, so können sie sich kaum oder gar nicht regenerieren. Hält der oxidative Stress über Jahre an, so ist es möglich, dass irreversible Gewebeschäden auftreten. Die Folge davon sind Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Wird Astaxanthin regelmäßig eingenommen, so kann ein Schutz gegen freie Radikale bzw. oxidativen Stress aufgebaut werden und das Gehirn bleibt auch im Alter funktionstüchtig.

Um Alzheimer, Gelenkschmerzen, Rheuma oder Arthrose vorzubeugen, genügt eine Dosis von 4 mg des Wirkstoffes. Wer jedoch schon an akuten Erkrankungen leidet, sollte die Dosis auf zweimal 4 mg pro Tag erhöhen. Erfahrungen zeigen, dass mit einer 6 mg Tagesdosis Gelenkschmerzen bereits erfolgreich bekämpft werden könne. Für Menschen, die starke Schmerzen haben, empfiehlt sich eine Dosierung von 12 mg. Hochdosiertes Astaxanthin wird oftmals auch Ersatz-Schmerzmittel eingesetzt.

Nach sportlichen Aktivitäten sorgt Astaxanthin dafür, dass sich der Körper besser regeneriert bzw. dass die Leistung gesteigert werden kann. Aus diesem Grund nehmen zahlreiche Sportler den Wirkstoff in einer höheren Dosis ein. Hier sollte allerdings differenziert werden, ob es sich um einen Leistungssportler oder einen Hobbysportler handelt, denn für normale Sportler ist eine Dosis von 12 mg Astaxanthin völlig ausreichend, während Leistungssportler oftmals auch bis zu 50 mg aufnehmen.

Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass Astaxanthin auch die Qualität bzw. die Funktion der Spermien verbessern kann. Spermien können freie Radikale nicht abwehren und da sich in der Sperma-Membran auch Fettsäuren befinden, können Angriffe durch freie Radikale nur schwer abgewehrt werden. Hier setzt Astaxanthin an, denn durch die Einnahme des Nahrungsergängzungsmittels steigt die Geschwindigkeit der Spermien an, was sich auch positiv auf eine gewünschte Schwangerschaft auswirkt.

Einnahme und Dosierung

Damit ein optimaler Effekt erzielt werden kann, empfiehlt sich eine Dosis von 4 bis 12 mg pro Tag. Astaxanthin sollte man für zumindest zwei Monate einnehmen, da sich die Wirkung erst dann richtig zeigt. Eine optimale Anleitung für die Dosierung wurde bis dato noch nicht veröffentlicht, Erfahrungen zeigen jedoch, dass auch eine Dosis von 20 bis 50 mg des Wirkstoffs problemlos eingenommen werden kann. Die Einnahme sollte dabei immer im Rahmen einer Mahlzeit erfolgen, damit der Stoffwechsel angeregt werden kann. Die Einnahme von Kapseln ist auch ohne Mahlzeit möglich, da sich in der Kapsel neben dem Wirkstoff auch ein hochwertiges Öl befindet. Eine zusätzliche Zufuhr von Fett ist daher nicht erforderlich.

Unterschiedliche Präparate

Auf dem Markt werden verschiedenste Astaxanthin-Präparate angeboten, wobei qualitativ hochwertige Produkte den Wirkstoff ausschließlich in natürlicher Form enthalten, worauf man als Konsument auch besonders achten sollte. Darüber hinaus sollte man ein aus Grünalgen gewonnenes Präparat wählen. Einige Produkte enthalten Wirkstoffe, die aus Krebstieren gewonnen werden, was jedoch ein Problem für Allergiker darstellen könnte.

Normalerweise sind die angebotenen Präparate für Personen, die an Glutenunverträglichkeit leiden, geeignet und sie enthalten auch keine Laktose. Eine EU-Bio-Zertifizierung gibt es bis dato allerdings nicht, da die Grünalgen, die man zur Produktion benötigt, nur in Israel und auf Hawaii vorkommen.

Die beliebteste Form der Darreichung sind Gel-Kapseln, in denen der Wirkstoff in Oliven- bzw. Distelöl gelöst ist, wodurch er vom Körper optimal aufgenommen werden kann. Zudem können die Kapseln sehr leicht geschluckt und einfach dosiert werden. Die Kapseln werden meistens in einer Dosierung von 4 bzw. 12 mg angeboten.

Eine weitere Darreichungsform sind Tabletten, in denen Astaxanthin nicht in gelöster Form enthalten ist. Kommt der Wirkstoff mit der Luft in Berührung zerfällt er daher ziemlich schnell, wodurch sich die Tablette verfärbt. Darüber hinaus muss man die Tabletten auch mit einer Mahlzeit, die Fett enthält, einnehmen, damit der Wirkstoff vom Körper aufgenommen werden kann.

Darüber hinaus kann Astaxanthin auch in Pulverform erworben werden. Ein Pulver kann man individuell dosieren und auch in Öl auflösen und es dann einem Salatdressing oder einem Smoothie hinzufügen. Lesen Sie aber vor der Dosierung unbedingt die Packungsbeilage, damit die richtige Menge ermittelt werden kann.

Astaxanthin und Nebenwirkungen

Bislang sind noch keine Nebenwirkungen von Astaxanthin bekannt. In Einzelfällen können aber eventuell allergische Reaktionen auftreten. Klinische Studien haben gezeigt, dass man aus Algenextrakt gewonnenes Astaxanthin ohne Probleme bis zu acht Wochen lang einnehmen kann. Einige Präparate gewinnen den Wirkstoff aber aus Krustentieren, sodass hier vor allem für Menschen mit einer Allergie auf diese Tiere Vorsicht geboten ist.

Was sollten Sie bei der Einnahme beachten?

Einige Studien zeigen, dass durch die Einnahme von Astaxanthin der Cytochrom P450-Enzym-Wert ansteigt, der dafür verantwortlich ist, dass Arzneimittel abgebaut werden können. Durch die Einnahme von Astaxanthin werden solche Medikamente dann schneller zerlegt, was die Wirkung der Mittel beeinträchtigen würde. Wer daher andere Arzneimittel einnehmen muss, sollte vor einer Einnahme von Astaxanthin einen Arzt konsultieren. Dasselbe gilt für eine Einnahme bei Schwangeren, Stillenden, Jugendlichen bzw. Kindern, da es dazu bislang noch keine Studien gibt.

Was sollte man bei einem Kauf von Astaxanthin beachten?

Astaxanthin-Präparate unterliegen keinerlei Bestimmungen des Arzneimittelrechts und werden daher als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Achten Sie daher bei der Auswahl auf ein hochwertiges Produkt, in dem Astaxanthin in natürlicher Form enthalten ist. Darüber hinaus sollte auch ersichtlich sein, woher der Wirkstoff stammt, damit eventuelle Allergien ausgeschlossen werden können.