Nahrungsergänzungsmittel – Hilfe bei der Nährstoffversorgung

Bei Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich um Präparate, die die tägliche Ernährung sinnvoll unterstützen sollen. So soll gewährleistet werden, dass der Körper stets mit sämtlichen Vitaminen und Nährstoffen, versorgt ist, die er benötigt, um gesund zu bleiben. Sie werden in verschiedenen Darreichungsformen angeboten wie beispielsweise Tabletten, Kapseln, Pulver oder Brausetabletten. Diese enthalten die gewünschten Nährstoffe in besonders hoher Konzentration, egal ob es sich dabei um pflanzliche oder tierische Stoffe handelt.

Unterschied Nahrungsergänzungsmittel zu Medikamenten

Laut geltender Gesetze dürfen Nahrungsergänzungsmittel nicht in gleicher Form wirken wie es Medikamente tun. Sie dürften also beispielsweise nicht gezielt den Blutdruck senken, dürfen allerdings körpereigenen Prozesse unterstützen, die den Blutdruck dann selbst senken können. Daher sind sie frei verkäuflich und können in Supermärkten oder auch Apotheken rezeptfrei erworben werden. Gern finden sie auch Anwendung im Bereich der Alternativmedizin.

Nahrungsergänzungsmittel helfen dem Körper dabei, in größeren Mengen an gewisse Nährstoffe zu gelangen. Nicht immer kann der Organismus durch die Ernährung ausreichend versorgt werden und schnell treten Mangelerscheinungen auf. Genau dann können Präparate dieser Art zum Einsatz kommen.

Gesetzlich vorgeschriebene Höchstmengen gibt es bisher nicht, allerdings sollte sich der Verbraucher stets an die auf dem Produkt verzeichneten Dosierungsempfehlungen halten. Verbindliche Höchstmengen sollen allerdings in Zukunft auf europäischem Boden eingeführt werden.

Kennzeichnung von Nahrungsergänzungsmittel

Jedes Nahrungsergänzungsmittel muss als solches klar erkennbar sein. Zudem muss aufgeführt werden, in welcher Dosierung die Inhaltsstoffe vorliegen und welche tägliche Einnahmemenge empfohlen wird. Zudem sind Hinweise obligatorisch, dass es sich lediglich um ein ergänzendes Präparat handelt, das keine gesunde Lebensweise ersetzen kann und dass es außer der Reichweite von Kindern aufzubewahren ist.

Für wen bietet sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln an?

Wer sich ausgewogen ernährt und darauf achtet, sämtliche Nährstoffe in ausreichenden Mengen zu sich zu nehmen, läuft in der Regel keine Gefahr, einen Mangel zu erleiden. Gewisse Umstände können allerdings einen erhöhten Bedarf hervorrufen, worüber es sich zu informieren gilt. Ist man nicht in der Lage, den Körper nur mithilfe der Ernährung ausreichend zu versorgen, kann es durchaus sinnvoll sein, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Gerade für schwangere und stillende Frauen, ältere Menschen, Sportler und Vegetarier bzw. Veganer können entsprechende Präparate eine wertvolle Hilfe darstellen, da diese Gruppen häufig einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen aufweisen.

Inwiefern werden Nahrungsergänzungsmittel kontrolliert, bevor sie auf den Markt kommen?

Da es sich bei Nahrungsergänzungsmitteln laut Gesetzgebung, wie bereits erwähnt, nicht um Medikamente handelt, gelten für deren Produktion auch weniger strenge Auflagen. Sie werden nicht angewendet, um Krankheiten zu heilen, sondern lediglich, um den Körper mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das macht die Wahrscheinlichkeit, dass die Einnahme ernstzunehmende Nebenwirkungen nach sich ziehen kann, deutlich kleiner als bei Medikamenten.

Lediglich Stichproben

Verantwortlich dafür, dass das Nahrungsergänzungsmittel gesundheitlich unbedenklich ist, ist der Hersteller. Er muss es beim Bundesamt für Verbraucherschutz melden und es darüber informieren, welche Stoffe enthalten sind. Das wird bei der Behörde registriert und es können stichprobenartige Kontrollen folgen. Anders als bei Medikamenten sind hier also keine strengen Tests vorgesehen, die die Unbedenklichkeit des Präparats prüfen.

Deshalb ist es nicht gewährleistet, dass ein Nahrungsergänzungsmittel eine hohe Qualität aufweist. Es gilt daher, sich vor dem Kauf gut über das Produkt und den Hersteller zu informieren und sich auch nach Erfahrungsberichten zu erkundigen. Des Weiteren ist es ratsam, mit einer geringen Dosierung zu beginnen, um zu prüfen, ob der eigene Körper das Präparat verträgt oder nicht.

Nahrungsergänzungsmittel in Kombination mit Medikamenten

Zudem ist Vorsicht geboten, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen. In Kombination mit einigen Nahrungsergänzungsmitteln können Wechselwirkungen auftreten. In diesem Fall sollte im Vorfeld ein Arzt konsultiert werden, mit dem man das Vorhaben besprechen kann.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Begleiterscheinungen auftreten?

Wer Nahrungsergänzungsmittel in Maßen konsumiert und sich an die Empfehlungen, die der Hersteller macht, hält, muss sich im Normalfall keine Gedanken darüber machen, dass das Ganze Schäden nach sich ziehen könnte. Was beispielsweise passieren kann, ist, dass sich ein erhöhter Harndrang oder auch leichter Durchfall bemerkbar machen. Das liegt allerdings daran, dass der Körper nicht jeden Nährstoff speichern kann und Mengen, die er nicht benötigt, schlichtweg wieder ausscheidet. Gleiches gilt, wenn die Speicher bereits voll sind und der Bedarf gedeckt ist. Dabei handelt es sich um eine ganz normale Reaktion des Körpers.

Im Folgenden werden ein paar Vitamine und Mineralstoffe vorgestellt und geklärt, was deren Aufgaben sind und warum es so wichtig ist, einem Mangel entgegenzuwirken. Zudem gibt es Hinweise darauf, ob eine zusätzliche Zufuhr in Form von Nahrungsergänzungsmitteln Sinn macht und wenn ja, für welche Personengruppen.

Die Gruppe der A-Vitamine

Bei Vitamin A handelt es sich um eine ganze Gruppe von Vitaminen, zu der zum Beispiel Retinol oder auch Beta-Carotin gehört. Diese Gruppe erfüllt verschiedenste Aufgaben im Körper und sorgt unter anderem dafür, dass die Sehkraft aufrechterhalten wird. Vitamin A bildet die Grundlage, dass Sehfarbstoffe hergestellt werden und der Mensch dazu in der Lage ist, zwischen hell und dunkel zu unterscheiden. Zudem unterstützt es das Wachstum der Zellen und ist somit auch am Aufbau der Haut beteiligt. Doch Vitamin A trägt nicht nur zum Wachstum, sondern auch zum Schutz der Zellen bei und ist zudem in der Lage, bereits beschädigte Exemplare zu reparieren. Damit unterstützt es auch das Immunsystem. Da das Vitamin die Zellen schützt, können sie sich besser gegen das Eindringen von Krankheitserregern wehren.

Auch am Knochenwachstum ist Vitamin A beteiligt, weshalb es gerade für Kinder im Wachstum besonders wichtig ist, ausreichend damit versorgt zu werden.

Diese Personengruppen sollten besonders achtsam sein

Vor allem Sportler, die sich sehr eiweißreich ernähren, sollten besonders darauf achten, ihren Bedarf stets gedeckt zu halten, denn Vitamin A ist am Proteinstoffwechsel beteiligt. Wird dieser durch eine überdurchschnittlich eiweißreiche Ernährung angekurbelt, ist auch mehr des Vitamins nötig.

Personen, die einen sehr stressigen Alltag haben, dauerhaft Umweltgiften ausgesetzt sind, Rauchen oder häufig Alkohol konsumieren, können Probleme damit haben, Vitamin A aufzunehmen. Gleiches gilt für Personen, die an Diabetes leiden oder regelmäßig Cholesterinsenker, Abführmittel oder auch Schlafmittel zu sich nehmen.

Die Folgen einer Hypovitaminose

Wer nicht darauf achtet, einem Mangel entgegenzuwirken, läuft Gefahr, weniger scharf sehen zu können, schneller krank zu werden oder auch an Haarausfall zu leiden.

Zudem kann das Risiko, Arteriosklerose oder gar Krebserkrankungen zu erleiden, steigen, da der Zellschutz bei einem Vitamin A Mangel nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Vitamin B12 als Sauerstofflieferant

Vitamin B12 ist hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, weshalb gerade Veganer sehr häufig an einem Mangel leiden. Das zeigt sich beispielsweise in der Blutversorgung. Vitamin B12 ist an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Deren Aufgabe ist es wiederum, Sauerstoff durch den Körper zu transportieren und alle Regionen ausreichend zu versorgen. Damit geht das Anregen des Stoffwechsels einher. Das ist besonders wichtig, denn ohne einen gut funktionierenden Stoffwechsel kann der Körper weder wertvolle Nährstoffe in ausreichenden Mengen aufnehmen, noch Giftstoffe hinaustransportieren. Die Folgen können Blutarmut, Taubheitsgefühl, Kreislaufprobleme, Übersäuerung und auch Übergewicht sein.

Probleme mit dem Darm oder der Leber?

Wer beispielsweise an einer Darmerkrankung leidet, läuft besonders Gefahr, einen Vitamin B12 Mangel zu erleiden, denn das Vitamin wird über die Magenschleimhäute aufgenommen. Zudem wird es zu großen Teilen in der Leber gespeichert, weshalb Personen mit Leberproblemen ebenfalls besonders auf eine ausreichende Versorgung achten sollten. Auch das übermäßige Trinken von Alkohol belastet die Leber enorm, weshalb in diesem Fall ebenfalls besondere Achtsamkeit geboten ist.

Ein Mangel zeigt sich erst spät

Der Körper ist theoretisch in der Lage, große Mengen an Vitamin B12 zu speichern. Wenn diese Speicher voll sind, bedient er sich bei einem Mangel erstmal an diesen, weshalb sich eine zu geringe Zufuhr des Vitamins häufig erst sehr spät bemerkbar macht. In einigen Fällen können ganze Jahre vergehen. Das ist ein weiterer Grund, warum es äußerst wichtig ist, auf eine konstant ausreichende Vitamin B12 Zufuhr zu achten, denn der Körper meldet sich erst sehr spät.

Die Kraft von Vitamin C

Vitamin C ist wohl das bekannteste aller Vitamine und gilt vor allem als Immunbooster. Daher achten die meisten lediglich in der Erkältungszeit darauf, den Bedarf zu decken und vernachlässigen es im Rest des Jahres. Doch das Vitamin kämpft nicht nur gegen Krankheitserreger, sondern auch gegen freie Radikale an, denen man das ganze Jahr über ausgesetzt ist. Dazu zählen beispielsweise UV-Strahlung, Rauchen oder schlichtweg Abgase. All das kann den Körper auch außerhalb der Erkältungszeit schädigen.

Für einen höheren Zellschutz

Vitamin C wirkt antioxidativ. Das bedeutet, es zerstört aggressive Sauerstoffverbindungen und trägt damit zum Zellschutz bei. Das macht sich auch in der Qualität der Haut bemerkbar. Gerade in den Zellen der Gesichtshaut sammeln sich sehr viele freie Radikale an, da sie in der Regel nicht durch Kleidung oder ähnliches geschützt werden. Vitamin C erfüllt genau diese Aufgabe und sorgt damit gleichzeitig dafür, dass die Haut langsamer altert. Zudem kurbelt es die Kollagenproduktion an, die das Bindegewebe straff hält und auch unterstützend in der Wundheilung wirkt. Kein Wunder also, dass Vitamin C auch recht häufig in der Kosmetik Anwendung findet.

Vitamin C als Lebensretter?

Einigen Studien zufolge soll die zusätzliche Einnahme von Vitamin C sogar im Rahmen von Chemotherapien hilfreich sein. Es soll deren Wirksamkeit intensivieren und auch die Nebenwirkungen einschränken. Wer also aufgrund von Erkrankungen in der Familie ein höheres Risiko hat, auch selbst zu erkranken, kann durch die Zugabe von hochdosiertem Vitamin C laut gewissen Studien vorbeugend handeln. Dieses Thema wird allerdings noch kontrovers diskutiert.

Ist eine zusätzliche Zufuhr wirklich notwendig?

Nichtsdestotrotz ist die Einnahme von Vitamin C für alle, die ihren Bedarf durch die tägliche Ernährung nicht decken können, keinesfalls schädlich. Die Mengen, die der Körper nicht verwerten kann, scheidet er schlichtweg wieder aus. Er ist nicht in der Lage, sie zu speichern, weshalb der Bedarf täglich auf ein Neues gedeckt werden muss. Zu erwähnen ist allerdings, dass deutlich zu hohe Mengen, abführend wirken können.

Wer viel Obst und Gemüse auf dem täglichen Speiseplan stehen hat, muss in der Regel nicht auf Nahrungsergänzung zurückgreifen, denn bereits 2 Orangen decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Vitamin D und die Kraft der Sonne

Vitamin D ist auch als Sonnenvitamin bekannt, denn der Körper bildet es mithilfe von UVB-Strahlung. Doch in Mitteleuropa ist die Sonne kein Dauergast, weswegen Mangelerscheinungen gerade in den Wintermonaten sehr weit verbreitet sind. In dieser Zeit greift der Körper erst einmal auf die Speicher im Muskel- und Fettgewebe zurück, doch auch diese sind irgendwann erschöpft. Über die Ernährung können gerade einmal 10 bis 20 % des täglichen Bedarfs gedeckt werden, weshalb es sich als durchaus sinnvoll erweisen kann, in dem Fall auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

Dafür wird es benötigt

Die eigentliche Herstellung von Vitamin D findet in der Haut statt, während es seiner Hauptaufgabe in den Knochen nachgeht. Dort trägt es zur Bildung der Knochenstammzellen bei. Zudem benötigt der Körper es, um unter anderem Kalzium, das später noch Erwähnung findet, in die Knochen zu transportieren und dort zu mineralisieren. Erst dadurch erhalten die Knochen eine gewisse Härte. Ein Vitamin D Mangel kann also dazu führen, dass diese brüchig werden und die Wahrscheinlichkeit für ernstzunehmende Verletzungen steigt. Auch für die Stärkung der Zähne ist Vitamin D wichtig.

Zudem konnte wissenschaftlich belegt werden, dass Vitamin D die Muskulatur kräftigt, das Herz-Kreislauf-System schützt und damit auch Gefäßerkrankungen entgegenwirkt. Auch die Nervenzellen im Hirn schützt es. Demzufolge wirkt sich das Vitamin positiv auf die Psyche aus und verringert auch das Risiko, an Alzheimer oder Demenz zu erkranken.

Eisen und das Blut

Eisen ist für den Körper von enormer Wichtigkeit, denn es ist Bestandteil des Blutes. Der Sauerstoff, der eingeatmet wird, wird an das Eisen gebunden und kann so vom Blutkreislauf aufgenommen werden. Das Eisen wiederum ist an das körpereigene Hämoglobin, das für die rote Farbe des Blutes verantwortlich ist, gebunden. Gemeinsam sind sie dafür verantwortlich, dass der ganze Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird und so auch die Organe einwandfrei funktionieren können.

Obacht bei vegetarischer oder veganer Ernährung

Als beste Eisenlieferanten gelten tierische Produkte, allen voran rotes Fleisch. Daher ist ein Mangel gerade bei Vegetariern und Veganern sehr weit verbreitet. Als pflanzliche Lieferanten gelten beispielsweise Spinat und rote Beete doch beide müssten in enormen Mengen konsumiert werden, um den Tagesbedarf zu decken. Das liegt nicht nur am vergleichsweise geringen Gehalt, sondern auch daran, dass es in einer Form enthalten ist, die der Körper nicht gut verarbeiten kann.

Daher gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel für Vegetarier, die unter anderem mit ausreichend Eisen versetzt sind, sodass auch sie ihren Bedarf decken können, ohne sich ihrer Philosophie lossagen zu müssen.

Ein weit verbreitetes Problem

Generell gilt der Eisenmangel auf der ganzen Welt als die am weitesten verbreitete Mangelerscheinung. Doch das ist nicht nur auf fehlenden Fleischkonsum zurückzuführen. Auch Frauen leiden sehr häufig an einer Unterversorgung, besonders wenn sie starke Regelblutungen haben. Der erhöhte Blutverlust in dieser Zeit löst schnell einen Mangel aus. Auch in der Schwangerschaft und der Stillzeit benötigt der Körper eine erhöhte Menge an Eisen, die dem Körper nur schwer durch die Nahrung zugeführt werden kann. In diesem Fall kann sich die Einnahme von Präparaten zur Nahrungsergänzung als sehr sinnvoll erweisen.

Zu wenig Sauerstoff im Blut

Wer an einem Eisenmangel leidet, wird das höchstwahrscheinlich erst einmal aufgrund von Kreislaufbeschwerden bemerken, denn es befindet sich nicht genügend Sauerstoff im Blut. Auch einreißende Mundwinkel sind ein häufiges Anzeichen. Doch gerade der Sauerstoffmangel kann gefährlich werden, denn es kann zu Ohnmachtsanfällen kommen, auch wenn man allein in der Öffentlichkeit unterwegs ist. Wer sich dauerhaft müde fühlt, blass aussieht und sich sehr schwer damit tut, sich auf etwas zu konzentrieren, sollte ebenfalls einmal die Eisenwerte untersuchen lassen und gegebenenfalls auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Kalzium für starke Knochen

Kalzium ist der Mineralstoff, der am häufigsten im menschlichen Körper vorkommt. Ein Erwachsener hat bis zu 1.500 g davon in seinem Organismus und zwar hauptsächlich in den Knochen und den Zähnen. Allein diese Zahl zeigt bereits auf, wie wichtig es ist, den Körper ausreichend damit zu versorgen.

Kalzium ist vor allem dafür verantwortlich, sämtliches hartes Gewebe im Körper zu bilden und spielt daher, wie bereits im Zusammenspiel mit Vitamin D erwähnt, eine sehr wichtige Rolle in der Bildung von Knochenzellen. Deshalb müssen besonders Babys und Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, oder Patienten, die einen Knochenbruch erlitten haben, mit einer ausreichenden Menge des Mineralstoffs versorgt werden, denn der Bedarf ist dann besonders hoch.

Brüchige Knochen, verkrampfte Muskeln

Die Knochen dienen als Speicherort für Kalzium. Erleidet der Körper einen Mangel, wird die nötige Menge von dort in das Blut befördert. Wird der Organismus dauerhaft mit zu wenig Kalzium versorgt, müssen die Knochen immer mehr davon abgeben und verlieren an Stärke. Sie werden brüchig und so wird jeder Sturz zu einer besonders hohen Gefahr. Das Ganze kann bis zu einer ernstzunehmenden Osteoporose führen. Auch schmerzhafte Muskelkrämpfe können die Folge sein.

Wann ist eine erhöhte Zufuhr notwendig?

Nicht nur Babys und Kinder im Wachstum, sondern auch ältere Menschen benötigen eine höhere Menge an Kalzium. Die Zellen verlieren mit jeder Duplikation etwas an Qualität, denn sie werden nicht komplett neu gebildet, sondern von bereits bestehenden Zellen kopiert. Daher nimmt deren Qualität auf ganz natürlichem Wege mit voranschreitendem Alter ab. So werden beispielsweise auch die Knochen brüchiger und es ist mehr Kalzium von Nöten, um deren Stärke aufrechtzuerhalten.

Daher macht eine zusätzliche Zufuhr von Kalzium im Alter ebenfalls Sinn, sollte der Bedarf nicht gedeckt werden können.

Da vor allem in Milchprodukten große Mengen an Kalzium stecken, sind es auch hier wieder die Veganer, die ebenfalls besonders auf eine ausreichende Zufuhr aus alternativen Quellen achten sollten.

Magnesium für starke Knochen und Muskeln

Auch bei Magnesium gibt es eine beachtliche Zahl zu nennen. Es aktiviert mehr als 300 Enzyme, die Teil des Stoffwechsels sind.

Der höchste Anteil befindet sich mit etwa 60 % in den Knochen, während der Rest in den Organen und den restlichen Geweben angesiedelt ist. Da sich nur etwa 1 bis 2 % davon im Blut befindet, ergibt das häufig angebotene Blutbild zur Ermittlung des körpereignen Magnesiumanteils, nur wenig Sinn.

Da Magnesium genau wie Kalzium vor allem in Knochen und Muskeln vorhanden ist, sind auch die Symptome eines Mangels recht ähnlich. Besonders häufig kommen allerdings Muskelkrämpfe zustande.

Übermäßiges Schwitzen

Magnesium ist unter anderem auch im Schweiß enthalten. Bei Sportlern ist das Auftreten eines Mangels daher nicht sehr unwahrscheinlich. In einer Vielzahl von speziell für Sportler hergestellten Nahrungsergänzungsmitteln sind daher hohe Mengen an Magnesium enthalten. Doch übermäßiges Schwitzen kann auch durch Stress zustande kommen oder in der Pubertät. Hinzu kommt, dass sich in der Pubertät noch Wachstumsschübe dazugesellen, die ebenfalls eine erhöhte Zufuhr an Magnesium erfordern. Immerhin wachsen Knochen und Gewebe und müssen ausreichend versorgt werden. Das macht magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht nur für Sportler, sondern auch für Jugendliche interessant.

Zink und der Stoffwechsel

Das Spurenelement Zink ist unverzichtbar, wenn es um Stoffwechselprozesse geht. Es ist in etwa 50 Enzymen, die daran beteiligt sind, enthalten.

Entwicklungsstörungen entgegenwirken und Abwehrkräfte stärken

Auch für die Zellteilung und damit das gesunde Wachstum eines Kindes ist es unabdingbar. Kinder, die nicht genügend Zink zu sich nehmen, können sowohl Wachstums- als auch Entwicklungsstörungen davon tragen. Gleiches gilt, wenn eine schwangere Frau zu wenig des Spurenelements zu sich nimmt und den Fötus somit nicht ausreichend versorgt. In der Schwangerschaft kann es in Absprache mit dem Frauenarzt also durchaus sinnvoll sein, auf entsprechende Nahrungsergänzung zurückzugreifen.

Auch wenn es daran geht, die Abwehrkräfte zu stärken, ist Zink ein guter Helfer. Es wirkt antioxidativ und hilft dem Körper so dabei, sich vor Krankheitserregern und anderen freien Radikalen zu schützen. Zudem verbessert sich die Struktur der Schleimhäute, sodass es Viren und Bakterien besonders schwer haben, dort haften zu bleiben und in den Organismus einzudringen.

Klappt es nicht mit dem Kinderwunsch, kann das an einem Zinkmangel beim Mann liegen, denn das Spurenelement ist ebenfalls an der Spermienproduktion beteiligt. Wer sich um Nachwuchs bemüht, sollte also ebenfalls dafür sorgen, dass der Zinkbedarf stets gedeckt wird.

Hinweise für Veganer und Vegetarier

Wer hauptsächlich auf eine vegane Ernährung setzt, muss auch hier wieder besonders achtsam sein. Im Rahmen einer pflanzlichen Ernährung nimmt der Körper sehr viel Phytinsäure auf. Sie geht Verbindungen mit Zink ein, die nicht mehr löslich sind. So ist der Organismus nicht mehr in der Lage, das Spurenelement aufzunehmen.